2. Verwöhnen Sie die Augen!

Sie können dem Leser helfen, den Inhalt Ihres Textes zu überblicken und seine Augen zu schonen, wenn Sie Ihren Text optisch gliedern. Dadurch erleichtern Sie es dem Leser, den Inhalt des Textes aufzunehmen und zu verstehen. Das hat nichts damit zu tun, wie Sie Ihren Text inhaltlich aufbauen, sondern damit, dass Sie den Aufbau Ihres Textes nachvollziehbar machen.

Das Auge sucht nach Punkten, an denen es sich orientieren kann, das gilt besonders für längere Texte. Mit ein wenig Abstand sieht ein Text ohne optische Gliederung für das Auge aus wie eine einzige graue Masse, die sich an keiner Ecke fassen lässt. Konsequenz: das Auge hat keinen Punkt, an dem es ausruhen kann. Das lässt sich aber ändern.

Zum Beispiel mit:

  • Überschriften: Auch wenn sie so heißen, müssen Überschriften nicht nur über einem Text stehen – auch zwischendurch dürfen und sollten Sie eine Überschrift setzen. Überschriften werden meines Erachtens völlig unterschätzt, und nur die wenigsten scheinen sich wirklich die Mühe zu machen, eine originelle Überschrift zu finden, völlig unabhängig davon, ob diese Überschrift für den ganzen Text gedacht ist oder "nur" für zwischendurch. Machen Sie sich die Mühe! Investieren Sie Zeit in kreative Überschriften (Mehrzahl!), und gliedern Sie Ihre Texte damit unbedingt!
     

  • Absätzen: Machen Sie einen Absatz, wenn ein Gedankengang beendet ist. Dann kann der Leser Luft holen, geistig wie körperlich, und zur Seite sehen, bevor er weiterliest. Allerdings sollten Sie Ihren Text nicht zerfleddern lassen, fransige Textränder wirken unruhig und schlampig: Längere Absätze dagegen signalisieren einen geschlossenen Gedankengang und eine sinnvoll verdichtete Argumentation – zu lange Absätze hingegen, vollgestopft mit zu vielen Informationen, Argumenten oder Gedanken, ruinieren Klarheit und Verständlichkeit Ihres Textes, außerdem stören Sie das Auge. Wenn Sie zwischen zwei Absätzen noch eine Leerzeile setzen, findet das Auge des Lesers den Anschluss schneller wieder.
     

  • Aufzählungen: Auch das hier ist eine Aufzählung. Mit Spiegelstrichen, Punkten oder Nummerierung erhält der Leser Informationen kompakt und übersichtlich.

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